270 L MDHFassade klein

Die erhöhten Anforderungen an den Wärmeschutz führen häufig (meist aus Kostengründen)  zur Ausführung eines Wärmedämmverbundsystems. Dass dies langfristig nicht unbedingt die günstigste Lösung ist, zeigt das Beispiel des Max-Delbrück-Hauses. Im Jahr 2000 saniert, sind die Bereiche, die ein Wärmedämmverbundsystem  erhalten haben, bereits wieder sanierungsbedürftig, die hochwertiger behandelten Abschnitte hingegen  tadellos.

Grundgedanke des Konzeptes der Sanierung dieser sanierten Fassade ist es, die bereits erfolgte Sanierung zu integrieren und auf Rückbauten weitestgehend zu verzichten.

Die Fassade des Max-Delbrück-Hauses wird mit einer zusätzlichen Schicht aus Faserzementplatten versehen. Das bestehende Wärmedämmverbundsystem bleibt als Dämmebene bestehen, ist nun geschützt und kann durch die Hinterlüftung in den schadhaften Bereichen austrocknen.

Bei bereits bestehender Dämmung ist der Nutzen des Aufbringens weiterer Dämmung begrenzt. Die bauphysikalische Untersuchung zeigte in diesem Fall, dass der Aufwand nicht im Verhältnis zum energetischen Nutzen stünde. Auf eine zusätzliche Dämmung wurde somit verzichtet.

 
 
 

Ansicht Südfassade

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Die Musterfassade verdeutlicht das Prinzip der Ausführung einer weiteren Hülle. Bemustert wurden unterschiedliche Materialien in unterschiedlichen Farbtönen. Gemeinsam mit dem Bauherrn wurde Faserzement zur Ausführung festgelegt.

 
 

Die ergänzte vorgehängte Fassade wird im Süden als feststehender Wind- und Sonnenschutz vor die Fensterbänder gezogen. Die Funktionssicherheit des bestehenden Sonnenschutzes wird erhöht.

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