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Der moderne Forschungsbetrieb muss sehr schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren. Die schwer planbare Bewilligung von Fördermitteln oder spontane Zusagen angeworbener Forscher machen häufig die kurzfristige Bereitstellung von spezifischen Forschungsflächen erforderlich. Im konkreten Fall wurde die  Errichtung von Laborflächen für eine chemisch und physikalisch arbeitende Forschungsgruppe innerhalb von acht Monaten notwendig.

Die Lösung ist hier ein erster Baustein eines modular aufgebauten Gesamtkonzepts. Die angebotenen Laborflächen sind als Open Space konzipiert und vollkommen flexibel bespielbar. Sie können unterschiedliche Labore und theoretische Arbeitsplätze aufnehmen. Um eine Errichtung innerhalb weniger Monate zu gewährleisten, ist das Gebäude als Systembau geplant.

Die Sinnfälligkeit von open space und Modularität zeigt sich umgehend im konkreten Fall: Es kommt eine andere Forschungsgruppe als ursprünglich angenommen; nun sind zwei chemische Labore mit geänderten Anforderungen notwendig. Alle Anpassungen sind innerhalb des gegebenen Grundrisses möglich.

 

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Großraumlabor

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Großraumlabor mit eingestellter Besprechungsinsel

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Laborbereich im Norden theoretische Arbeitsräume und Geräteraum im Süden.

Sämtliche dienenden Elemente – Treppen, Schacht, Sanitärraume – sind in den seitlichen „Kernen“ zusammengefasst.  Der vollständig frei bespielbare Großraum ermöglicht die Ausbildung unterschiedlicher Laborkonzepte. Die Schachtfläche ist für mögliche Nachrüstungen ausgelegt.

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„Die Modularität beschreibt, ob eine erforderliche technische Leistung durch eine große oder mehrere kleinere Einheiten zur Verfügung gestellt wird. Je einfacher ein System durch simples Hinzufügen zusätzlich Einheiten erweiterbar ist, desto besser ist es skalierbar.“
Begriffsdefinition aus dem Bereich der Informatik, hier: IT-Grundschutzkatalog des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

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Das Gebäude ist so konzipiert, dass eine Ausführung als Sytembau problemlos möglich ist. Entscheidendes Kennzeichen des Sytembaus ist die Vorfertigung komplexer Bauelemente. Montagezeiten auf der Baustelle werden dadurch minimiert. Die Zeit zwischen der Entscheidung für ein weiteres Modul und der Fertigstellung kann so maßgeblich verkürzt werden.

 

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In der geplanten Ausführungsvariante sind Chemielabore vorgesehen. Durch eine Glaswand abgetrennte Auswerteräume und ein Geräteraum sind diesem direkt zugeordnet. Die räumliche Trennung macht eine Differenzierung der Luftwechsel der unterschiedlichen Bereich möglich.