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Der Lise-Meitner-Campus für Materialien und Energie des Helmholtz-Zentrums Berlin befindet sich im Umbruch. Neben der Energieforschungs und der von der Charité betriebenen Augentumortherapie stellt der Forschungsreaktor BER II die zentrale Einrichtung des Campus dar. Der als Neutronenquelle dienende Reaktor wird jedoch nur noch bis Ende 2019 betrieben und dann abgeschaltet.

Vor diesem Hintergrund haben wir in Arbeitsgemeinschaft mit den Büros yellow z berlin urbanism architecture und häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur in enger Abstimmung mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin einen Rahmenplan als Leitbild und Richtschnur  der künftigen Entwicklung erarbeitet..

PLATZ UND RING

Der großzügige  Eingangsplatzes bildet den zentralen Freiraum des Campus. Der Eingangsplatz bildet das „Gesicht“ des Campus. Hier kommt man an, informiert und orientiert sich, hier ist die Cafeteria / Kantine  angeordnet.

Durch die Ausformulierung eines inneren Erschließungsrings wird der Campus übersichtlich strukturiert. Vom inneren Ring aus sind fußläufig sämtliche Gebäude des Campus erreichbar. Die Orientierung und Fokussierung auf die Mitte setzt klare Grenzen zwischen bebautem Raum und Landschaftsraum.

 

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IDENTITÄT DURCH LANDSCHAFT

Der Campus wird im inneren Kernbereich grüner. Die Freiraumbänder gliedern den Campus und verbinden die umliegenden Landschaftsräume miteinander.

Das Mehr an Grün wird durch die Verlagerung der Parkplätze vor den Eingangsbereich bei gleichzeitiger Entsiegelung der Stellplatzflächen im Inneren und durch die Ausbildung von Sichtbezügen zur Umgebung ermöglicht.

Die „Lagegunst“ des Campus inmitten der Wald- und Wasserlandschaft in Wannsee wird erfahrbar.

 

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BAUFELDER

Das aus dem Bestand heraus entwickelte Baufeldprinzip ist das neue ordnende Raumgerüst. Das Raster gibt Struktur und ermöglicht eine flexible Bebauung.

Die ausgewiesenen Baufelder befinden sich am inneren Erschließungsring, auf den durch den schrittweisen Rückbau freiwerdenden Flächen. Die Größe der Baufelder ermöglicht die Errichtung von Forschungsgebäuden in sinnvollen und wirtschaftlichen Größen.

 

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