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Schönberg in Mecklenburg ist in mancher Hinsicht typisch für kleine Städte im Osten Deutschlands: Die öffentliche Infrastruktur ist hochwertig saniert, die private Bebauung verfällt – mangels adäquater Nutzung.

Die Entscheidung an Stelle der Errichtung eines Neubaus ein verfallendes Gebäude am Marktplatz als Gemeinschaftspraxis umzubauen bringt zwei Problemstellungen in fruchtbarer Weise zusammen: den Arztmangel auf dem Land und das Nutzungsvakuum in der Stadt.

Die Lage des gefundenen Grundstücks ist geradezu optimal: vorne die Adresse zum Markt hinten der Blick zum See. Sie kommt somit dem „Ideal“ von Kurt Tucholsky „vorn die Friedrichstraße und hinten die Ostsee“ in der mecklenburgischen Variante erstaunlich nah.

Natürlich wurde das Gebäude auch energetisch auf den aktuellen Stand gebracht. die äußere Erscheinung wurde denkmalgerecht wiederhergestellt. Die Dämmung erfolgte von innen mittels Leichtlehmsteinen.

 

270 Fenster

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570-Diagramm

HAUS: Freilegen der ursprünglichen einfachen Gebäudekubatur durch Abbruch aller additiven Elemente

RAUM: Einfügen eines offenen Lichtdurchfluteten Raumes. Das Haus erhält ein Zentrum. Von hier werden alle weiteren Räume erschlossen.

OBJEKT: Hinzufügen einer aus Tresen und Treppe bestehenden Raumskulptur. Der zentrale Orientierungspunkt für Patienten, Schwestern und Ärzte.

 

 

Der durchgängige Flur im Erdgeschoss verbindet  Stadt- und Seeseite. Der bis zum Dach reichende zentrale Luftraum bringt Licht ins Zentrum des Gebäudes.

Raumkonzept und natürliches Licht werden durch die Anordnung und klare Linienführung der Beleuchtung unterstützt.

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