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Das Kompetenzzentrum soll im Wesentlichen aus zwei interdisziplinären Stationen für die Langzeit-Pflege von Kindern und Jugendlichen bestehen. Eine dieser Stationen ist zur Hälfte als Intensiv-Pflegestation vorgesehen. Den Stationen unmittelbar zugehörig sind die Bereiche „Therapie“ sowie „Eltern und Familie“.

Der Großteil der in dem Kompetenzzentrum betreuten Patienten wird wiederkehrend lange Zeiten in stationärer Pflege verbringen. Der Bereich „Eltern und Familie“ soll ein alltägliches Beisammensein innerhalb der betroffenen Familien ermöglichen und ist damit für das Wohl der Angehörigen und der Patienten von großer Bedeutung.

Ergebnisse der Studie durch Erchinger Wurfbaum waren unter anderem die Verortung des Neubaus auf dem Campus Virchow – Klinikum, sowie die Entwicklung konzeptioneller Grundrisse  im Maßstab 1:250 auf Grundlage des Raumplanungskonzepts der Charité.

Ende des Jahres 2016 hat sich die McDonald‘s Kinderhilfestiftung bereit erklärt, den Eltern und Familienbereich des Kompetenzzentrums zu fördern. Vorbild sind hierbei die bereits existierenden Ronald McDonald Häuser in Berlin, Hamburg und in vielen weiteren Städten Deutschlands. Ziel dieser Häuser ist es, den betroffenen Familien ein „Zu-Hause auf Zeit“ zur Verfügung zu stellen.

Die McDonald Kinderhilfestiftung hat mit der gezielten Förderung des Eltern- und Familienbereichs raumorganisatorische und flächenmäßige Anforderungen formuliert, welche die tiefergehende Betrachtung und Überprüfung der in der Machbarkeitsstudie erarbeiteten Ergebnisse erfordern.

Die verschiedenen Fachbereiche des Campus Virchow-Klinikum gliedern sich entlang der Mittelallee als grüne Erchließungsachse des Campus auf. Der Neubau für das Kompetenzzentrum ist am westlichen Ende der Mittelallee verortet, dem Haus 20 vorgelagert und in unmittelbarer Nähe zur Kinderklinik. Der Baukörper greift die Längenabmessungen und Höhenabmessungen des Haus 20 auf. Von der Mittelallee aus betrachtet, orientiert sich der zweigeschossige Vorbau an der Breite des bestehenden Kopfbaus. Die Höhenstaffelung von Haus 20 mit seinem Kopf- und Hauptbau findet sich durch den niedrigeren Vorbau in den Höhenkanten des Neubaus wieder. Das Gebäude ist dreigeschossig, der Kernbereich ist unterkellert. Insgesamt hat der Neubau ca. 3950 m2 Bruttogeschossfläche.

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Die Grundrisse entwickeln sich sowohl in der Breite als auch in der Tiefe symmetrisch. In der Tiefe gliedern sich die Grundrisse in eine außenliegende Raumzone von 6 m Tiefe, eine Erschließungzone von 2,4 m Tiefe, eine mittlere Raumzone von 5,4 m Tiefe. Im Zentrum der Mittelzone befindet sich ein Lichthof von 5,4 m Länge, zudem sind hier die beiden Treppenhauskerne untergebracht.

Im Erdgeschoss ist der Eltern- und Familienbereich untergebracht. Es finden hier 15 Elternzimmer mit Bad mit einer Nutzfläche insgesamt 444 m2 Platz. Der große Gemeinschaftsraum für Kochen, Essen und Wohnen ist im südlichen Annexbau untergebracht und hat direkten Zugang zu einer großzügigen Gartenterrasse. Ein weiterer größerer Gemeinschafts- und Empfangsraum befindet sich zwischen Treppenhaus und Lichthof. Zudem ist eine Dienstraum für die „Hausleitung“, zwei kleine Lagerräume, eine Waschküche sowie ein behindertengerechtes WC vorgesehen.

 
 

Im ersten Geschoss ist die Interdisziplinäre Station zur Früh-Rehabilitation untergebracht. Dabei befindet sich im Kernbau die Pflegestation selbst mit den 12 Patientenzimmern für 14 Patienten dem Pflegestützpunkt und den Diensträumen der Pflege. In den Annexbauten sind jeweils die Therapiebereiche untergebracht. Im südlichen Annexbau sind die Räume für Musik- , Physio- und Ergothrapie, sowie der Snoezelraum und ein Wickel- und Stillraum untergebracht. Im nördlichen Annexbau befinden sich die entsprechenden Aufenthaltsräume für das Therapiepersonal, sowie ein Arztdienstraum, ein Untersuchungs- und Behandlungsraum sowie ein Raum für Ver- und Entsorgung.