570_Lageplan-P

570_Lageplan-Bestand

Der Entwurf für den Neubau des Fachbereiches Maschinenbau und Energietechnik orientiert sich an den Zielen des Masterplans der Fachhochschule Gießen für den Campus Wiesenstraße: Städtebauliche Maßstäblichkeit, einfache Orientierung, flexible zukunftsoffene Nutzung.

Der Neubau wird in zwei Baukörper gegliedert, die in Ost-West Richtung versetzt angeordnet sind.
Durch die unterschiedliche Geschossigkeit der Baukörper wird diese Gliederung weiter unterstützt und gleichzeitig das im Masterplan angelegte Thema der Staffelgeschosse interpretiert. Die beiden Baukörper fügen sich in die Maßstäblichkeit der im Masterplan vor- gesehenen Institutsgebäude ein.

Durch die Verschiebung werden auf beiden Seiten Eingangsbereiche akzentuiert und Sichtbezüge von der Umgebung ermöglicht. Der Haupteingang kann hierdurch im Zentrum des Gebäudes lie- gen und gleichzeitig sowohl von der Moltkestraße als auch vom nördlichen Campusplatz aus wahrgenommen werden.

Der Eingangsbereich stellt zudem eine Verbindung zwischen Wieseckufer auf der Westseite und Institutsplatz auf der Ostseite des Gebäudes dar.

570_S

 

570_Funktion

570_Grundriss-EG-ohne-Umgebung

 

Die drei Institute des Fachbereiches sind den Baukörpern eindeutig zugeordnet. Im nördlichen Baukörper ist das Institut für Mechanik und Materialforschung (IMM) untergebracht, den südlichen höheren Baukörper teilen sich das Institut für Methodik der Produktent- stehung (IMP) und das Institut für Optik und Mikrosysteme (IOM). Das Gebäude wird durch drei Treppenbereiche gegliedert.

570_Grundriss-2OG

 

Neben dem zentralen Treppenraum ist in den beiden Baukörpern jeweils ein weiteres (Instituts-) Treppenhaus angeordnet. Die Anordnung der Treppenhäuser ermöglicht es, die Bereiche zwi- schen den Treppenhäusern brandschutztechnisch als interne Nut- zungseinheit zu definieren und hierdurch eine flexible und offene Nutzung ohne Brandschutzanforderungen an die Flurwände. Die Raumtrennwände können als Ausbauelemente frei in den Grundriss eingestellt werden, unterschiedliche Raumtiefen und Erschließungssituationen sind möglich.

570_Grundriss-3OG

570_A-W

Der freie Wechsel von offenen und geschlossenen Flächen bildet das Grundthema der Fassade.
Im Raster von 1,5 m wechseln sich geschlossene Paneele und Verglasungsflächen in einer freien Anordnung ab. Überlagert werden diese Elemente durch einen außenliegenden Sonnenschutz.
In Bereichen ohne außenliegenden Sonnenschutz ist dieser in die äußere Ebene der Dreifachverglasung integriert.

 

570_A-N

Die Fassade lässt vielfältige Aus- und Einblicke zu, sie verbindet das innere Geschehen mit Campus und Stadt.
Eingangsbereiche und Ströumungsmaschinenlabor werden durch die vollverglaste Pfostenriegelfassade betont.

570-Schnitt

Das durchgängige Konstruktionsraster der Stahlbetonskelettkon- struktion sowie die Anordnung von zentralen Schächten in den Baukörpern ermöglichen die flexible Nutzbarkeit auch seitens der Tragkonstruktion und technischen Versorgung. Die Ausbildung der unterzugsfreien Decken ermöglicht eine einfache Leitungsführung.

Erdgeschoss, 1. OG und UG sind mit einer lichten Raumhöhe von 4 m konzipiert. Durch die so entstehenden „Fabriketagen“ wird geschossübergreifend eine flexible Nutzung mit Laborräumen mög- lich. Über den zentralen Lastenaufzug erfolgt der Transport auch sperriger Maschinen und Modelle in die Etagen.

 

570_A_Schnitt-T

Die Stahlbetonskelettkonstruktion bildet die Primärstruktur und bleibt unverkleidet sichtbar. In diese Primärkonstruktion eingestellt sind Ausbauwände als Systemtrennwände.
Die Ausbauwände sind flexibel und an geänderte Anforderungen an- passbar. Gestalterisch bilden die Systemtrennwände mit Holz und Schichtstoffoberflächen einen Kontrast zu den Sichtbetonoberflächen